· 

Zeitumstellung mit Baby oder Kleinkind und was der Rhythmus davon hält.

 

 

In der Nacht vom 27. Oktober zum 28. Oktober ist es wieder soweit. Die Winterzeit wird eingeläutet und die Uhren werden von 3 Uhr, um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt. 

Denken wir kurz darüber nach, bedeutet dies, dass wir zukünftig eine Stunde später ins Bett gehen können und dafür eine Stunde länger schlafen dürfen. Erst mal eine angenehme Vorstellung, wie ich finde! Die Umstellung zur Winterzeit sei für den erwachsenen Menschen etwas angenehmer, als die frühquälende Umstellung zur Sommerzeit. Trotz alledem erfordert jede Veränderung eine Neueinstellung des menschlichen Biorhythmus, was nicht selten mit Stress verbunden ist. Die körperliche Anpassungsdauer ist dabei ganz verschieden. So benötigen manche Erwachsene nur wenige Tage, andere wiederum reagieren mit Müdigkeit, Schlafstörungen und die Umstellung dauert zwei bis drei Wochen. 

 

Aber wie reagieren eigentlich unsere Babys oder Kleinkinder auf die erzwungene Umstellung der inneren Uhr? Noch ahnen sie nichts von der gesellschaftlichen Anpassungspflicht. Lassen wir doch insgeheim einfach alles beim Alten oder erfordert unser Alltag eine Anpassung der gesamten Familie?  

 

Haben unsere Kleinen erst mal einen eigenen Rhythmus bezüglich des Schlafverhaltens entwickelt, weichen sie nur ungern davon ab. Es interessiert sie nicht die Bohne, ob es so etwas wie eine Zeitumstellung gibt. Im Mittelpunkt steht die eigene Innere Uhr und ihr ganz individuelles Schlafbedürfnis. Sind sie bis dato immer um 18Uhr ins Bett gegangen, werden sie wohl die ersten Tage nach der Zeitumstellung um 17Uhr Bett bereit sein. Haben sie bis dato immer bis 6 Uhr geschlafen, werden sie wohl zukünftig um 5 Uhr wach werden. Denken wir also etwas genauer drüber nach, stellen wir fest, dass wir Eltern in den ersten Tagen nach der Umstellung zur Winterzeit nicht länger schlafen können, sondern eher mit einer Stunde weniger Schlaf auskommen müssen. Schließlich passt sich auch der Alltag (Kita, Job) an die neuen Zeiten an.Verdammt! 

 

Es gibt mit Sicherheit Babys oder Kleinkinder, die sich schneller an einen neuen Rhythmus gewöhnen und keinerlei Probleme mit einer Zeitumstellung haben. Für viele Babys und Kleinkinder ist es aber leider nicht so einfach. Viele Kinder reagieren auf die erzwungene Umstellung ihrer inneren Uhr mit Schlafproblemen, Müdigkeit, Gereiztheit und Appetitlosigkeit. 

 

Erinnere ich mich an unsere erste Umstellung von der Sommer zur Winterzeit 2017, hat uns das oben beschriebene Beispiel einige Stunden Schlaf gekostet. Bruno war damals 5 Monate alt und es hat bestimmt eine Woche gedauert, bis er sich an die neuen Zeiten gewöhnt hat. Ihn einfach eine Stunde später Schlafen zu legen, war keine Alternative. Dieses Vorgehen wäre ganz entgegen seiner eigenen Schlafbedürfnisse gewesen. Die Müdigkeit aufzuhalten ist einfach unmöglich und so sollte es auch gar nicht erst versucht werden.  

 

Ich bin ja nun keine Supermom die sich wochenlang auf alles vorbereitet, um gekonnt agieren zu können. Aus der Erfahrung heraus aber weiß ich, wie umständlich eine Zeitumstellung für Baby's und Kleinkinder sein kann. Ich habe mir die Mühe gemacht und etwas recherchiert. So kann man überlegen, ob man mit einer langsamen Umgewöhnung an die Winterzeit, schon ein paar Tage früher anfängt. Man würde die Kleinen jeden Tag um etwa zehn Minuten später ins Bett bringen. Fangen wir heute damit an, bringen wir die Kleinen bis Samstag den 27.Oktober genau 60 Minuten später ins Bett. Das garantiert auf keinen Fall, dass die Kleinen auch 60 Minuten länger schlafen werden. Die innere Uhr ist durcheinander - sie benötigt Zeit um sich zu ordnen. Je ungezwungener wir Eltern mit der Umstellung umgehen, desto entspannter werden sich unsere Kleinen daran gewöhnen. Nach der Zeitumstellung sollte weiterhin darauf geachtet werden, dass der normale Tagesablauf beibehalten wird. Man könnte zum Beispiel auf die Idee kommen, das gewohnte Bad gegen eine Katzenwäsche einzutauschen. Ein gewohntes Abendritual gibt den kleinen Sicherheit und sollte zwar etwas vorgezogen aber möglichst nicht verändert werden. Des weiteren empfiehlt sich ein leichtes Abendbrot vor dem Schlafen gehen anzubieten. Tagsüber sollten die Kleinen viel an der frischen Luft sein und auf das Vorlesen aufregender Gutenacht-Geschichten sollte verzichtet werden. Wobei das wohl auch für die Abende ohne Zeitumstellung gilt.  Es wird nach der Zeitumstellung morgens wieder etwas heller sein. Weniger Licht im Raum kann das alleinige und sanfte Aufwachen etwas verzögern. 

 

An erster Stelle empfehle ich es auf das eigene Bauchgefühl zu hören und die Bedürfnisse der Kleinen in den Vordergrund zu stellen. Haben wir einen offenen Blick können wir aber erkennen, dass sich Tipps und die eigene Intuition einander nicht ausschließen müssen. Ich bin wirklich gespannt wie es dieses Jahr bei uns sein wird und wünsche euch von Herzen eine angenehme Umstellung. 

 

Lasst uns einfach gemeinsam darauf hoffen, dass die Zeitumstellung bald abgeschafft wird. Hihi. 

 

Liebst,
Theresa

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0